Anonymität und Autorschaft: Zur Literatur- und by Stephan Pabst

By Stephan Pabst

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Die 11 Geheimnisse des IKEA-Erfolgs

Kurzbeschreibung410 Millionen Kunden jährlich, ninety 000 Mitarbeiter in forty four Ländern, ein Umsatz von 14,8 Milliarden Euro bei stetig wachsenden Umsatzsteigerungsraten (aktuell: 15 Prozent), ein Gewinn vor Steuern von 1,4 Milliarden Euro – IKEA scheint keine Wachstumsgrenzen zu kennen. Derzeit sind die Schweden dabei, Japan zu erobern.

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Rousseaus Paranoia mag pathologische Züge annehmen, aber sie hat ihren publikationsstrategischen Grund unter anderem in der Anonymität. Der anonyme Gegner wird in seiner Ungreifbarkeit unangreifbar und in seiner Unangreifbarkeit übermächtig. Die Paranoia des Lesers ist die Kehrseite der Allmacht des anonymen Kritikers. 89 Der Theologe und Publizist Johann Christoph Greiling, der sich in seinen Schriften immer wieder mit der Verfassung der literarischen Öffentlichkeit auseinandergesetzt hatte, benennt diese Effekte 1798 also durchaus treffend, wenn er die Autorität des Anonymus mit der Autorität Gottes vergleicht.

Senecas Epikur-Empfehlung wird explizit vom Philosophen in Abälards ›Dialogus inter Philosophum, Iudaeum et Christianum‹ thematisiert. Er beruft sich auf ein der Philosophie Epikurs angemessenes Verständnis der voluptas (hedoné), das spätere Generationen zu dessen Ungunsten simplifiziert hätten (hg. v. Hans-Wolfgang Krautz, Frankfurt a. M. 1995, S. ). ] einer äußerst enthaltsamen Lebensführung«. 36 Christoph Fasbender 1. Chr. auf Drängen Kaiser Neros in der Badewanne die Pulsadern aufschnitt, hat die Rezeptionsbarriere, die den Heiden und Selbstmörder vom christlichen Mittelalter zu trennen vermocht hätte, offenbar nehmen können.

Lee Erickson hat einige Zahlen für England vorgelegt, die besagen, dass in den 1770er Jahren noch sechzig Prozent aller poetischen Bücher anonym erscheinen, in den 1830er Jahren hingegen nur noch fünfundzwanzig Prozent. Vgl. Erickson 2002 (wie Anm. 48), S. 269ff. Edward Morgan Forster, Anonymity. An Enquiry, London 1925, S. 14f. Wolfgang Hilbig, »Unfähigkeit zur Anonymität. , Materialien zu Leben und Werk, hg. v. Uwe Wittstock, Frankfurt a. M. 1994, S. 26–29, S. 28. Der Individualismus moderner Autoren, befindet Henry Seidel Canby, sei eine bewusste Abgrenzung von der »deadly anonymity of modern life«.

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