Andere Völker - andere Erziehung: Eine pädagogische by Erich Renner

By Erich Renner

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Die 11 Geheimnisse des IKEA-Erfolgs

Kurzbeschreibung410 Millionen Kunden jährlich, ninety 000 Mitarbeiter in forty four Ländern, ein Umsatz von 14,8 Milliarden Euro bei stetig wachsenden Umsatzsteigerungsraten (aktuell: 15 Prozent), ein Gewinn vor Steuern von 1,4 Milliarden Euro – IKEA scheint keine Wachstumsgrenzen zu kennen. Derzeit sind die Schweden dabei, Japan zu erobern.

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Vom dritten bis zum sechsten Jahre begleitet er ihn bei seinem Gange aufs Feld, wobei er ein wenig Gerät trägt, oder aber beim Fischfang. Wenn sie im Boot ausfahren und an die Stellung oder Aushebung der Netze und Wehre gehen, folgt er immer mit Aufmerksamkeit allen Vornahmen, ohne selbst zugreifen zu dürfen. Sehend lernt er. Zuweilen schenkt ihm der Vater einen Fisch - dann ißt er davon und bringt den Rest seiner Mutter. Mit dem sechsten Lebensjahr wird er im Boote Aufseher für Geräte und Kleidung aller Abwesenden, und mit dem achten Jahre beginnt für den jungen Bosso wie für den jungen Malinke die ernste Arbeit des Ackerbaus und die Periode fester Ansprüche.

Nun macht er eine eigene Stelle im Busch urbar. " An diesen Beobachtungen des Afrikaforschers Leo Frobenius ist wichtig, daß die Einbindung in den Arbeitsprozeß des Erwachsenenlebens auf die Entwicklung eigener wirtschaftlicher Grundlage für die Kinder angelegt ist. Offensichtlich wissen die Erwachsenen, daß sich das Interesse des Nachwuchses an der Arbeit am besten erhalten läßt, wenn man ihn am wirtschaftlichen Besitz und Ertrag beteiligt. Mit dem Recht auf eigenen Besitz werden die Kinder aber auch als vollwertige Persönlichkeiten respektiert.

Was Neill in seiner 1921 gegründeten Schule praktizierte und -46- allgemein forderte, hatte der englische Ethnologe Bronislaw Malinowski zwischen 1914-1918 auf den Trobriand-Inseln der Südsee bereits vorgefunden. Indem er „teilnehmend" das Leben der Eingeborenen „beobachtete", versucht er gewissermaßen hinter deren eigenen Standpunkt zu kommen. Dennoch, seine Verwunderung kann er nicht ganz verbergen, als er schreibt: „Kinder genießen auf den Trobriand-Inseln beträchtliche Freiheit und Unabhängigkeit.

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