Ambivalenzen des Konsums und der werblichen Kommunikation by Michael Jäckel

By Michael Jäckel

Seit ihren Anfängen wird die Konsumgesellschaft von einer „tiefen Ambivalenz, manchmal sogar offenen Feindschaft gegenüber dem Phänomen des Konsums“ begleitet. Diese Einschätzung eines britischen Konsumforschers scheint nach wie vor zutreffend zu sein. Das Schwanken zwischen Zustimmung und Ablehnung, die Wertschätzung von Wohlstandsgütern bei gleichzeitiger Skepsis gegenüber ihrer permanenten Zurschaustellung und Bewerbung, die Begeisterung für Marken trotz des Wissens um unehrliche Kosten, all diese Widersprüche erlebt der Konsument vor dem Hintergrund einer wachsenden Produktvielfalt, die selbst wiederum gelegentlich als Überforderung eingestuft wird.
Die in diesem Buch versammelten Beiträge gehen diesen Ambivalenzen nach und geben Einblicke in historische und aktuelle Kontroversen um den Stellenwert des Konsums aus soziologischer und kommunikationswissenschaftlicher Sicht.

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Schulentwicklung durch Schulprofilierung?: Zur Veränderung von Koordinationsmechanismen im Schulsystem

Durch die Politik der Erhöhung schulischer Gestaltungsspielräume 'Schulautonomie' haben Schulen neue Möglichkeiten erhalten, spezifische Profile zu entwickeln, in denen sie sich von Nachbarschulen unterscheiden. Ob und wie sich durch solche Prozesse die Regelungs- und Koordinationsbeziehungen im Schulwesen wandeln, wird in diesem Band in qualitativen und quantitativen Forschungsstrategien thematisiert.

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000 800 600 400 200 1998 1996 1994 1992 1990 1988 1986 1984 1982 1980 1978 1976 1974 1972 1970 1968 1966 1964 1962 1960 1958 0 Jahr Quelle: Eigene Berechnungen und Darstellung nach Statistisches Bundesamt (v. 000 500 1998 1996 1994 1992 1990 1988 1986 1984 1982 1980 1978 1976 1974 1972 1970 1968 1966 1964 0 Jahr Quelle: Eigene Berechnungen und Darstellung nach Statistisches Bundesamt (v. ) 32 Dieter Bögenhold und Uwe Fachinger Deutlich wird dies für den Zeitraum 1967 bis 1969 mit einer Reduzierung der Ausgaben und für die Zeit um 1978 bis 1980 sowie ab 1989 bis 1992 jeweils mit einer Erhöhung der Ausgaben.

Zum einen werden soziale Beziehungen anonymer und damit für den Einzelnen freier gestaltbar, zum anderen kommt es zu einer enormen Ausweitung des Angebotes an Konsumgütern. Diese Ausweitung des Angebotes verlangt vom Verbraucher aber gleichzeitig auch eine größere Integrationsleistung. Die „objektivierte Kultur“ in Form von Konsumgütern ist durch das System der Massenproduktion abstrakter, allgemeiner und standardisierter geworden und deshalb muss jeder Einzelne ein Mehr an Arbeit aufbringen, um Konsum und Großstadt 43 diese objektivierte Kultur in eigene, subjektive Kultur zu verwandeln.

Frankfurt, S. 179-207. ): Die Listen der Mode. Frankfurt, S. 80 – 105. 1922). München. ) (1997): Statistisches Jahrbuch 1997. Stuttgart. J. Stuttgart. Veblen, Thorstein B. (1899): Theory of the Leisure Class. An Economic Study in the Evolution of Institutions. New York. Veblen, Thorstein B. (1909): The Implications of Marginal Utility Theory. In: The Journal of Political Economy 17, S. 620-636. Wiswede, Günter (2000): Konsumsoziologie – Eine vergessene Soziologie. In: Rosenkranz, Doris; Schneider, Norbert F.

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