Aggression: Die Rolle der Erziehung in Europa und Ostasien by Hans-Joachim Kornadt

By Hans-Joachim Kornadt

In dem Band wird die Bedeutung der Erziehung in der Familie und in verschiedenen Kulturen für die Entstehung von Aggressivität behandelt. Es werden Ergebnisse umfangreicher Längsschnittuntersuchungen an Jugendlichen, Müttern und ihren Kindern berichtet. Deutliche Unterschiede in der Erziehung und in der Aggressivitätsentwicklung von Kindern und Jugendlichen wurden in Deutschland (und z.T. der Schweiz) im Vergleich mit drei ostasiatischen Kulturen (u.a. dem hochindustrialisierten Japan und dem traditionell-hinduistischen Bali) nachgewiesen. Grundlage der Untersuchungen ist die Motivationstheorie der Aggression, die auch die biologisch-evolutionären Bedingungen einbezieht. Die Kulturen werden in ihren Besonderheiten beschrieben, und die Ergebnisse werden abschließend auf Erziehungsfragen in Deutschland bezogen.

Show description

Read or Download Aggression: Die Rolle der Erziehung in Europa und Ostasien PDF

Best german books

Kauderwelsch, Brasilianisch Wort für Wort

Die Sprachführer der Kauderwelsch-Reihe orientieren sich am typischen Reisealltag und vermitteln auf unterhaltsame Weise das nötige Rüstzeug, um ohne lästige Büffelei möglichst schnell mit dem Sprechen beginnen zu können, wenn auch vielleicht nicht immer druckreif. Besonders hilfreich ist hierbei die Wort-für-Wort-Übersetzung, die es ermöglicht, mit einem Blick die Struktur und "Denkweise" der jeweiligen Sprache zu durchschauen.

Der Lebenszyklus von Hedgefonds: Grundlagen, Modellierung und empirische Evidenz

Dieter G. Kaiser geht der Frage nach, ob Hedgefonds einem Produktlebenszyklus unterliegen. Hierzu untersucht er Datenreihen zu über 1400 Hedgefonds im Zeitraum von Januar 1996 bis Mai 2006 auf Fonds- und Strategieebene und berechnet verschiedene statistische Kennzahlen für die einzelnen Hedgefonds, die mit der jeweiligen Peergroup verglichen werden.

Hebraisches und Aramaisches Handworterbuch uber das Alte Testament: 3. Lieferung Kaf - Mem (German and Indo_european Edition)

Der "Gesenius" ist zu einem Begriff geworden. Es handelt sich um die 18. Auflage des zuerst 1810/12 und 1815 von dem Hallenser Alttestamentler und Orientalisten Wilhelm Gesenius (1786-1842) herausgegebenen, seitdem immer wieder bearbeiteten Handw? rterbuchs f? r die hebr? ische und aram? ische Sprache des Alten Testaments: eines Standardwerkes f?

Extra resources for Aggression: Die Rolle der Erziehung in Europa und Ostasien

Sample text

B. Leistung, lassen sich durch Aggression nicht befriedigen – s. dazu Kornadt, 1982). Nach Abklingen können nun auch andere Motive wieder verhaltensrelevant werden. Diesen Ablauf haben wir übrigens in einer ganzen Reihe von (auch experimentellen) Untersuchungen nachgewiesen (Kornadt & Zumkley, 1992; Peper, 1980; Zumkley, 1984 u. ). 2 Individuelle Differenzen 41 Einzelschritte, in denen einzelne Elemente nacheinander in Funktion treten. Eine Aggressionshandlung muss also nicht „automatisch“, en block ablaufen, sie ist keine (automatische) Instinkt- oder Triebhandlung, sie kann, wenn aus bestimmten Gründen ein Element nicht anspricht oder blockiert wird (z.

2 Fragestellungen zur Genese 47 so strenge Regeln genereller Art vertreten, ebenfalls höhere Aggressivität entwickeln könnten. Deshalb wollten wir in allen Kulturen traditionellere und modernere Untergruppen miteinander zu vergleichen. Dabei sollte auch versucht werden, genauere Kenntnisse über die mögliche Variationsbreite der Aggressivität und von aggressionsrelevanten Erziehungsbedingungen zu ermitteln. Auf dieser breiteren Basis soll dann versucht werden, ein besseres theoretisches Verständnis für das Zustandekommen hoher und niedriger Aggressivität zu gewinnen.

In das Erziehungsverhalten von Eltern und Lehrern eingehen, und sie werden vermutlich die Rolle des Einzelnen zur größeren Gemeinschaft mitbestimmen und so Anlässe für das Erleben von Frustrationen oder das problemlose Hinnehmen und Akzeptieren von Schwierigkeiten prägen (Rothbaum & Trommsdorff, 2007; Trommsdorff, 2006; Trommsdorff & Rothbaum, 2008). Daraus ergeben sich folgende Fragen: 1. Worin bestehen die individuellen Differenzen in der Höhe der Aggressivität im Einzelnen? Können einzelne Komponenten des Systems unterschiedlich ausgeprägt, oder wirksam sein?

Download PDF sample

Rated 4.64 of 5 – based on 34 votes